Clubabend "Punkten, spielen, kaufen – wie Gamification Märkte neu schreibt"

Was macht eine gute Präsentation fesselnd? Was hält uns dazu an, eine App täglich zu öffnen, eine Schulung wirklich durchzuziehen oder beim nächsten Level weiterzumachen – obwohl wir niemand zwingt? Die Antwort steckt oft im gleichen Prinzip: Gamification. Beim Clubabend am 23. April haben wir uns genau damit beschäftigt – und dabei selbst erlebt, wie gut spielerische Mechanismen wirken können.

Im Hyperion Hotel Dresden begrüßten wir zwei Referenten, die das Thema aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet haben – und die Kombination hat sich mehr als ausgezahlt.

Prof. Dr.-Ing. Marius Brade – Gamification verstehen und strategisch einsetzen

Prof. Brade nahm uns mit in die Grundlagen und Mechanismen von Gamification: Was steckt eigentlich dahinter, wenn wir von Punkten, Badges und Leaderboards sprechen? Und wann wird aus einem spielerischen Element echte Motivation – und wann kippt es?

Besonders spannend: der Blick auf die psychologischen Treiber hinter Gamification-Konzepten und ein konkretes Anwendungsbeispiel aus dem Handwerk – wo VR-Brillen genutzt werden, um Lerninhalte spielerisch zu vermitteln. Und das Beste: Prof. Brade hatte eine VR-Brille direkt dabei. Unsere Gäste konnten selbst ausprobieren, wie sich Gamification in der virtuellen Realität anfühlt – und der Andrang hat gezeigt, dass der Erlebnis-Faktor keine Theorie ist.

Maxi Hofmann (Lidl Stiftung) – Gamification in der Praxis

Maxi Hofmann zeigte, wie Gamification im Konzernkontext tatsächlich funktioniert – mit konkreten Einblicken in die Lidl Plus App. Was auf den ersten Blick nach spielerischen Extras aussieht, ist in Wirklichkeit ein strategisches Werkzeug: für Kundenbindung, Engagement und relevante Mehrwerte im Alltag.

Der Praxiseinblick hat vielen im Raum gezeigt: Gamification ist längst kein Trend mehr, sondern ein ernstzunehmendes Instrument – wenn es mit Verstand eingesetzt wird.

Der Abend hat eines deutlich gemacht: Gamification entfaltet seine Wirkung nicht durch bunte Buttons oder zufällige Punkte – sondern dann, wenn Mechanismen auf echte menschliche Bedürfnisse treffen. Auf den Wunsch nach Fortschritt, Anerkennung und Zugehörigkeit.

Für uns im Marketing heißt das: Wer Gamification nutzen will, sollte zuerst verstehen, warum es wirkt – bevor er fragt, wie er es einsetzt.

Ein herzliches Dankeschön an Prof. Dr.-Ing. Marius Brade und Maxi Hofmann für zwei inspirierende Impulse – und an alle Mitglieder und Gäste, die diesen Abend zu einem lebendigen Austausch gemacht haben.

Ihr habt den Abend verpasst oder wollt das Thema vertiefen? Meldet euch gerne – und bleibt gespannt auf unsere nächsten Veranstaltungen.

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