
Von Google gefunden, von ChatGPT übersehen?
Dabei wurde deutlich: Gute Google-Rankings allein reichen künftig nicht mehr aus, um sichtbar zu sein. Immer häufiger erhalten Nutzer ihre Antworten direkt von KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Für Unternehmen stellt sich damit die entscheidende Frage: Wie schafft man es, in diesen Antworten berücksichtigt zu werden?
Ein zentrales Learning des Abends: Die Suche verändert sich vom klassischen Keyword hin zur konkreten Frage. Nutzer formulieren ihre Anliegen zunehmend in natürlicher Sprache und erwarten direkte Empfehlungen. Unternehmen sollten deshalb verstehen, welche Fragen ihre Zielgruppen tatsächlich stellen und darauf präzise Antworten liefern.
Ebenso wichtig bleibt die eigene Website. Sie ist nach wie vor eine der zentralen Informationsquellen für KI-Systeme. Aktuelle Inhalte, belastbare Fakten und eine klare Struktur schaffen die Grundlage dafür, dass Unternehmen korrekt dargestellt werden.
Darüber hinaus wurde deutlich, dass KI weit mehr Quellen auswertet als die eigene Website. Erwähnungen auf LinkedIn, Fachportalen, Unternehmensverzeichnissen, YouTube oder im Google Business Profil fließen ebenfalls in das Gesamtbild ein. Sichtbarkeit entsteht heute in einem gesamten digitalen Ökosystem.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Qualität von Inhalten. Während klassische Werbebotschaften an Bedeutung verlieren, bevorzugen KI-Systeme klare, faktenbasierte und nachvollziehbare Informationen. Statt „Marketing-Fluff“ zählen konkrete Antworten auf reale Kundenfragen, gut strukturierte Inhalte und glaubwürdige Quellen.
Auch technische Aspekte spielen wieder eine größere Rolle. Inhalte müssen für KI-Crawler zugänglich und sauber strukturiert sein. Dass dies nicht nur Theorie ist, zeigte die Erfahrung, die ein Clubmitglied teilte: Durch stark steigende Zugriffe von KI-Systemen geriet dessen Website zeitweise an ihre Belastungsgrenzen. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Unternehmen ihre technische Infrastruktur bei der Öffnung für KI-Anwendungen mitdenken sollten.
Das Fazit des Abends: GEO steckt noch in den Anfängen, feste Regeln gibt es bisher kaum. Dennoch zeigt sich bereits, dass viele Erfolgsfaktoren auf bewährten Grundlagen basieren: hochwertige Inhalte, relevante Quellen, eine klare Positionierung und ein tiefes Verständnis für die Fragen der eigenen Zielgruppe. Wer heute Erfahrungen sammelt und neue Entwicklungen aufmerksam verfolgt, kann sich frühzeitig Wettbewerbsvorteile sichern.
Wir danken Katrin Kempe für die zahlreichen Impulse und allen Gästen für den regen Austausch.




